Donnerstag, 6. Januar 2011

Beatclub Bandcorner no.24 - I'm From Barcelona (swe)

Jungs und Mädls! Frage an die Klasse und bitte brav aufzeigen! Wer kennt von euch eine Band die aus 30 Mitgliedern besteht? Betonung liegt hier bitte auf Musikgruppe und nicht Orchestra! Spontan fällt mir da nur eine Band mit dem Namen I’m from Barcelona ein. Tja anders als der Name vielleicht vermuten lässt, kommt diese Band nicht aus Spanien, sondern aus dem hohen Norden. Die schwedische Band wurde 2005 von Emanuel Lundgren gegründet und besteht aus nicht weniger als 30 Mitgliedern. Charakteristisch für das Musiker-Kollektiv ist die Verwendung von im klassischen Pop kaum gebräuchlichen Instrumenten wie Saxophon, Banjo, Tuba oder Mandoline. Der Bandname verweist auf die britische Kultserie Fawlty Towers, in welcher der spanische Kellner Manuel seine Tollpatschigkeit mit der Phrase "I'm from Barcelona" entschuldigt.

Tollpatschigkeit ist auf jeden Fall das falsche Wort betrachtet man die Tatsache, dass vor jeder Entstehung eines Albums eben besagte Musiker im Einzimmer-Appartement von Lundgren regelmäßig zu einer kreative Do It Yourself-Sessions Einklang finden. Das Ergebnis? Poppiger Indie Sound ala Shout out Louds mit dem Ziel die Kindheit zurückzuerobern.

Dieses Ziel wird bei jedem Live-Auftritt auch vehement verfolgt, versuchen die Barcelonas doch durch Konfettikanonen und bunten Luftballons Spaß in den von Stress dominierten Alltag der heutigen Gesellschaft zu bringen. Wenn meine Kindheit schon nicht in den 6ts war, bin ich zumindest froh das ich in einer Zeit mit I’m from Barcelona groß geworden bin.

Song you should listen to: Mingus
Myspace: http://www.myspace.com/imfrombarcelona
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=3Wi1d0FNgdQ&hl=de (we're from barcelona)
Editor: Marky Mushroom

Beatclub Bandcorner no.23 - The Ettes (us)

Haben Sie Interesse an Garagenrock und Sixtiespop mit Country- bis Folkanleihen? Check! Dann lesen Sie doch bitte weiter. Wenn nein, dann bitte fangen Sie an gute Musik zu hören.

Dieses mal im Beatclub Band Corner: Garage/Beat/Punk aus New York City. Die ersten beiden Alben von THE ETTES hatten in den vergangenen Jahren für mächtiges Aufsehen gesorgt. Mit purem, schnellem, dreckigem Garage-Rock hatten die Kalifornier kräftig die Musikszene aufgemischt und sich somit den Support für die Tourneen von KINGS OF LEON und THE BLACK KEYS erobert. Im Gegensatz aber zu den Kings blieben The Ettes bis dato noch weitgehend unentdeckt.
Nun ist auch das dritte Album "Do You Want Power" erschienen, wo niemand geringerer als Produzenten-Legende Greg Cartwright aka Greg Oblivion (The Oblivions, The Detroit Cobras, Jay Reatard/ bekannt aus einem früheren Beatclub Band Corner) Händchen angelegt hat. Beim ersten Hinhören (vor allem der weibliche Gesang) erinnert man sich gerne an die guten alten Zeiten zurück, wo der SUBWAYS und VON BONDIES Hype angefangen hat.
Schön waren sie, es bleibt zu hoffen dass diese Zeiten wieder kommen

Mit diesen Worten wünsche ich den Lesen eine schöne Woche +Wochenende. Auf bald, same blog same topic - good nearly unknown music!

Song you should listen to: no home
Myspace: http://www.myspace.com/theettes
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=KbJ-cFAxlAw&feature=player_embedded (Marathon)
Editor: marky mushroom

Beatclub Bandcorner no.22 - Sylvie Vartan (fr)

Wenn es eine Dame neben Brigitte Bardot aus den 1960er Jahren als absolutes Teenager-Idol in Frankreich gibt, dann zweifelsohne Sylvie Vartan. Eigentlich ist die populäre französische Chanson- und Pop-Sängerin sowie Schauspielerin Sylvia Vartanian (Wartanjan) (* 15. August 1944 in Iskretz, Bulgarien) bulgarisch-armenischer Herkunft und nahm bereits im zarten Alter von 17 Jahren ihre erste Platte „Panne d'essence“ auf. Während die erste Scheibe durchaus noch erkennen lies, dass der zukünftige Topstar der sogenannten Yéyé-Girls (französische Teenager-Pop-Bewegung der 60er) noch kindisch naiv und deutlich zu jung dafür war,  gestalteten sich die sechziger und siebziger Jahren eindeutig unter dem Zeichen von Sylvie Vartan. Keine andere Frau vermochte durch Ihre Austrahlung die Massen so zu begeistern wie Vartan. Sylvie Vartans Musik war eher in der Pop- und Beatmusik der 60er und dem Schlager verwurzelt. Nicht selten nahm sie internationale Hits auf Französisch auf – wie zum Beispiel von Little Eva The Locomotion – Le Locomotion (1962). Während Sie in Frankreich und im Italien der 60er Jahre erfolgreich war, scheiterten die Versuche jedoch den deutschen und englischen Plattenmarkt zu erobern.
Wie vielseitig jedoch die einstige 60s Ikone ist, zeigte Sie in den folgenden 25 Jahren beeindruckend. Mit einem Genrewechseln zwischen Pop, Folk, Disco, Cabaret und Musical verwunderte es einmal mehr, warum außerhalb von Frankreich kein Interesse entstand.
Nebenbei widmete sie sich immer wieder der Schauspielerei. Doch auch durch diese konnte der Weg nach Amerika nicht geebnet werden. Dass es die mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommene Frau Vartan, die sogar den Beatles den Kopf verdrehte, auch noch 2009 drauf hat, bewies sie mit ihrem aktuellen Schmusealbum "All Merged Sätze".
 
Für alle 6ts Fans und jene die es noch werden wollen führt kein Weg dran vorbei die Musik dieser Dame zu kennen und zu erkunden.

Song you should listen to: N'oublie Pas Qu'il Est A Moi
Myspace: http://www.myspace.com/sylvievartan
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=oHheCULcJV8&feature=player_embedded
Editor: Marky Mushroom

Beatclub Bandcorner no.21 - Band Of Skulls (uk)

It’s alright, it’s okay! Nicht allzu selten orientieren sich Bands bei ihrem Debüt-Album an einer erfolgreichen Indie-Rock-Band, wobei in diesem Fall mal nicht Franz Ferdinand oder die Strokes als soundtechnische Vorreiter gelten. Ganz unverkennbar denkt auch ein musikalisches Nackerpatzl beim ersten Hören sofort an die White Stripes.

 
Verirrt sich Jack White mit seiner neuen Supergroup The Dead Weather trotz bezaubernder Stimme von Frau Mosshart teilweise zu sehr im Dickicht von Schwerfälligkeit und Melodieversteckspielen, so transportieren Russel Marsden, Emma Richardson und Matthew Hayward mit ihrem Garagerock jenen Sex, der in der Musik der White Stripes seit ihrer Gründung in den späten 90ern oberstes Gebot war. Neben dem rohen unverblümten LoFi und dem Bluesrock von Bands wie eben den White Stripes oder The Black Keys, lassen sich in ruhigeren Songs Akustikpop-Elemente finden, die stark an die kuschelige Seite von Kings of Leon anknüpfen.

Dieses Trio deckt mit seinem im Juni erschienenen Erstlingswerk „Baby Darling Doll Face Honey“ mehrere Genres der Musikgeschichte ab und ist durchaus in der Lage ein breites Publikum anzusprechen. Wird derzeit ihr Song „Death By Diamond And Pearls“ vom britischen NME Radio fast täglich gespielt, so findet sich die Band bald mit „Friends“ auf dem Soundtrack des neues Twilight-Films „New Moon – Biss zur Mittagsstunde“ neben Rockbands wie Radiohead und Muse wieder.

Song you should listen to: Patterns
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=4QnjsHEvaaI
Myspace: http://www.myspace.com/bandofskulls
Editor: Stonerella

Beatclub Bandcorner no.20 - Girls (us)

Hallo Fangemeinde, Woche für Woche werden es mehr und mehr Leser des Beatclub Band Corners.  An dieser Stelle, Danke! Das FREUT irrsinnig und beweist, dass es doch noch Leute da draußen mit Subkulturcharakter gibt. Unlängst, nach gescheitertem Versuch Geld zu beheben, hat mich ein Musikkollege und Freund auf eine interessante neue Indie Band gebracht. 
Ach ja, willkommen im Klub an alle die ebenfalls nicht gerade mit Reichtum gesegnet sind – btw: Nur weil man in einer Bank arbeitet, heißt das noch lange nicht, dass man jenes Gut, das man für Fremde verwaltet, auch tatsächlich hat.. Nun aber zur Band...Diese Woche der versprochene Indie, Indie aus den Staaten.

Ladies and Gentleman, GIRLS. Man möge sich bitte vom Bandnamen nicht täuschen lassen, sind doch GIRLS gar nicht jenem Geschlecht zuzuordnen, als der Name vermuten lässt. Dennoch sind GIRLS wie frische Luft im Vergleich zu anderen Bands, die scheiße sind.
GIRLS gehen aus einem Wohnzimmerprojekt von Christopher Owens hervor. Zuerst stieß Aufnahme-Engineer Chet Jr White hinzu, etwas später wurde mit John Anderson und Garret Goderd eine Band daraus. Bei GIRLS ist es so, als ob die Stones, PJ Harvey, Undertones und Belle & Sebastian sowie einige Members der Beach Boys (jene die noch leben wohl angemerkt!) Sex miteinander hatten. Und das Ergebnis?! Es wird in viele Schubladen gesteckt – Manche wenig Schlauen meinen, es sei eine Mischung aus Punk, New Wave, Metal, 60s Garage und 70s Hard Rock. Ganz Unrecht haben Sie damit zwar nicht, vergessen diese aber doch eben auch jenen hippiesken Indie Popanteil, der die Gruppe aus San Francisco jedes Mädchen-Herz im Sturm erobern lässt.
Auf Fm4 und Gotv noch nicht bekannt, scheinen diese zwar bereits in den Austrian Indiecharts auf, dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, dass auch eben genannte Medien vom Zauber der GIRLS Wind bekommen. Vom Musikexpress DJ Team bereits auf die No.1 der Redaktionscharts katapultiert, scheint die Zeit aber noch nicht reif dafür, außerhalb der Underground Indie Szene bekannt zu sein. Abwarten! Erinnern wir uns in ein paar Monaten doch bitte dann an die Austrian Indiecharts und jenen Musikkollegen zurück, der einmal mehr einen kommenden Indiepop Kometen im Ausmaß von Belle & Sebastian entdeckt hat. Danke an dieser Stelle an diesen Kollegen für den Tipp.
Ein Myspace-Kommentar eines Fans beschreibt Girls' Songs wie den Geruch des Sommers. Hypnotisch wirkender Bay-Area Rock-Pop eben, aber vom Allerfeinsten. Oder wie der große Elvis Costello lobte: "It starts out where you might expect but then goes somewhere completely different.“
Danke und see you next week, same blog with a new band!

Song you should listen to: Lust For Life
Myspace: www.myspace.com/girlssanfran
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=a9vzgSloTtk&feature=player_embedded
Autor: marky mushroom

Beatclub Bandcorner no.19 - Crystal Stilts (us)

Heute liebe Leser gibt es mit Crystal Stilts etwas für die Ohren, was Herzen von Anhänger ala The Jesus & Mary Chain und Konsorten höher schlagen lassen sollte.
Anders als gewohnt, wird dieses mal im Beatclub Bandcorner auf eine durchaus treffende Beschreibung von www.intro.de Stellung genommen..

„In den Achtzigern begannen einige Bands, die eigentlich aus der Punkszene stammten, Country in ihre Musik zu integrieren. Im Gegensatz zum heute beliebten Rückgriff auf Hippie-Ästhetik war ihre Version von Country und Folk jedoch dunkler, bissiger - Punk eben. Genau daran knüpfen die Crystal Stilts aus Brooklyn an, angereichert mit einigen britischen Elementen aus der Zeit, als Bands wie The Jesus & Mary Chain und My Bloody Valentine die neuen Hoffnungsträger waren.“ 
Ersetzt man Country durch Garage Attitüde und betrachtet Folk von einer „Industrial“ Seite hätten es Bands wie The Jesus & Mary Chain und My Bloody Valentine heute nicht besser machen können. Denn..
„Crystal Stilts arbeiten sehr hart daran, einen richtig alten Sound hinzubekommen, doch in ihrer Kombination aus warmen Gitarrensounds und Zurückgenommenheit sind sie derzeit einmalig.“
Richtig, denn anders als gewohnt versuchen die 4 Amerikaner nicht das Erbe von The Velvet Underground oder The Cure anzutreten und wollen dahingehend auch in kein Musikgenre  gepresst werden. (Entschuldigung für meine Einordnung in diverse Schubladen)
„Bei ihnen gibt es keine Wave-Hysterie, keinen überdrehten, an Cure-Sänger Robert Smith geschulten Gesang, keine funkigen Bassläufe und all das, was in den letzten Jahren zum Indie-Standard geworden ist.“
Gut so, gilt es doch eben bei Crystal Stils (anders als bei Namensverwandten Schlössern) sich vom Einheitsbrei der Musikindustrie abzuheben und fabulous stripped-down, garage-pop zu fabrizieren.
Abschließend sei dem Leser noch jenes mit auf den Weg zu geben.. “schäbig zu klingen, aber nicht billig. Es geht darum, zum Kern vorzudringen. Ganz ohne Schnörkel.“
Es gibt Sie ja doch noch, die guten Bands Abseits der 6ts. Danke!

Song you should listen to: Departure
Video: http://www.youtube.com/watch?v=bhXE08weWSc
Myspace: http://www.myspace.com/crystalstilts
Autor: marky mushroom

Beatclub Bandcorner no.18 - The Lazy Sundays (esp)

Die Lazy Sundays aus Madrid haben sich allmählich in der Vergessenheit aufgelöst, und bleiben nur in der Erinnerung jener Liebhaber der Gattung, (der damals in Spanien auch Doctor Explosion angehörten) die die Gelegenheit hatten sie zwischen 1994 und 1998 zu hören. Ihr typischer Spiralen-Spacerock mit Hammond Solos und einem sehr gekonnten Sitar Einsatz, der an dave pikes "mathar" erinnert, verweigert jeglichen 80s Garage-Punk Revival Einfluss. Wenn von den Lazy Sundays die Rede ist, dann von ihrem 1996 veröffentlichten Album "The texture and the flavour", dass 3 Cover Versionen von britischen freakbeat bands beinhaltet, nämlich "my clown" von July, "i guess i was dreaming" von fairytale und auch Attacks "Anymore than i do". Eine geniales Album von einer kongenialen Band, der hier ein Tribut geleistet werden muss, nicht zuletzt weil das Mittel des "Phasing" (d.h.Verzerrungen) bei Neopsych-Bands immer seltener anzufinden ist.

Songs you should listen to: Bloody Marvellous b/w Plastic Bubble Girl
Where: http://lafonoteca.net/grupos/the-lazy-sundays
Goear: http://www.goear.com/listen/be96ef2/plastic-bubble-girl-the-lazy-sundays
Autor: Hugo